Pro Retina Stiftung

Stiftung zur Verhütung von Blindheit

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Stiftungsprofessur an der Universität Bonn - Universitäts-Augenklinik

Herr Prof. Dr. med. Peter Charbel Issa

Die Pro Retina Stiftungsprofessur in Bonn wurde von der Patientenorganisation PRO RETINA Deutschland e.V. eingerichtet, um die klinische Forschung auf dem Gebiet der Degenerativen Netzhauterkrankungen zu fördern.

Wissenschaftlich beschäftigen wir uns u.a. mit neuen, innovativen Therapieansätzen für erbliche Netzhauterkrankungen. In einer in diesem Jahr veröffentlichten Arbeit zur Zellersatztherapie konnte beispielsweise gezeigt werden, dass in komplett erblindeten Mäusen transplantierte Photorezeptor-Vorläuferzellen überleben, dass diese Zellen lichtempfindlich werden, sich mit nachgeschalteten Zellen vernetzen und ein begrenztes Sehvermögen wiederherstellen (PNAS, 110:1101-1106). Die Arbeit zeigt das grundsätzliche Potential eines solchen Therapieansatzes für Retinitis pigmentosa Patienten mit einem fortgeschrittenen Erkrankungsstadium.
Darüber hinaus beschäftigen wir uns intensiv mit einem neuen Therapieansatz für Patienten mit Morbus Stargardt. So konnte gezeigt werden, dass ein speziell verändertes Vitamin A (deuteriertes Vitamin A) im Sehzyklus verstoffwechselt werden kann ohne giftige Substanzen zu bilden. Wir fanden nun, dass deuteriertes Vitamin A im Tiermodell für den Morbus Stargardt charakteristische Netzhaut-Veränderungen verhindert (Publikation der Ergebnisse 2014 geplant). Erste klinische Studien hierzu sind in Planung und wir hoffen, solche Therapieansätze in absehbarer Zeit Patienten mit Morbus Stargardt anbieten zu können.
Parallel arbeiten wir daran, die Diagnostik insbesondere für Patienten mit Makuladystrophien und diffusen erblichen Netzhauterkrankungen, zu verbessern. So haben wir seit kurzem als erstes Zentrum in Europa mit der sogenannten „quantitativen Autofluoreszenz“ eine diagnostische Methode zur Verfügung, die möglicherweise eine verbesserte Unterscheidung bestimmter Erkrankungs-Verläufe bei Morbus Stargardt und eine bessere Abgrenzung zu ähnlicher Erkrankungen zulässt.
Auch erhoffen wir uns von dieser Methode, dass wir Patienten identifizieren können, die von bestimmten zukünftigen Therapieansätzen besonders profitieren könnten. Um die Aussagekraft dieser nicht-invasiven bildgebenden Methode besser zu verstehen, würden wir uns freuen, möglichst viele Patienten mit Morbus Stargardt und anderen Makuladystrophien, insbesondere mit einem frühen Erkrankungsstadium, in unserer Spezialsprechstunde für erbliche Netzhauterkrankungen untersuchen zu können.
Mit der Stiftungsprofessur der ProRetina wurde es möglich, in Bonn die Spezialsprechstunde für Patienten mit erblichen Netzhauterkrankungen, sowie den entsprechenden wissenschaftlichen Schwerpunkt, weiter auszubauen. In der Spezial-Sprechstunde haben wir ausreichend Zeit und Möglichkeiten zur umfassenden, adäquaten Diagnostik, aber auch zur individuellen Besprechung von Fragen der Patienten mit erblichen Netzhauterkrankungen.
Die gleichzeitig stattfindende Sprechstunde der PRO RETINA Deutschland e.V. in unserem Haus ermöglicht eine weitergehende, umfassende Information der Patienten im Rahmen einer Vorstellung bei uns. Mit unserer Spezialsprechstunde sind wir nun auch eingebunden in das „Zentrum für seltene Erkrankungen Bonn“ (ZSEB). So können wir Patienten mit syndromalen Erkrankungen interdisziplinär untersuchen, beraten und deren Therapien beurteilen. Darüber hinaus haben wir eine enge Zusammenarbeit mit dem Institut für Humangenetik des Universitätsklinkums Bonn etabliert, um eine ausführliche humangenetische Beratung für Einzelpersonen und Familien zu gewährleisten.
Letztendlich ermöglicht die Stiftungsprofessur eine gute Zusammenarbeit mit der PRO RETINA Deutschland e.V. und den betroffenen Patienten. Nur so ist eine weitere Verbesserung der Versorgung von Patienten mit erblichen Netzhauterkrankungen gewährleistet. Hierüber freue ich mich besonders.

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